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"Ran ans Lesen"

Ein Projekt der StadtBibliothek Köln
für die
Offenen Ganztagsschulen

Projektbescheibung

Anforderungen

Projektablauf

Förderer des Projektes:


Seit Jahren belegen Studien, dass Kinder immer seltener zum Buch greifen. Neue Medien verdrängen das Buch; viele Kinder bringen nicht mehr die Ruhe und die Geduld zum Lesen auf. Auch fehlen zunehmend das Vorbild und die Anregungen aus dem Elternhaus. Dabei ist erwiesen, dass das Lesen - stärker als andere Medien - die Phantasie der Kinder anregt und außerdem eine elementare Bildungsvoraussetzung ist.

Daher betreibt die StadtBibliothek Köln seit vielen Jahren kontinuierlich und erfolgreich Leseförderung für Kinder und Jugendliche. Wichtige Elemente dieser Leseförderung sind:

  • der Leseclub, der allen Kindern und Jugendlichen offen steht, die einen gültigen Mitgliedsausweis besitzen. Die Mitglieder des Leseclubs können alle gelesenen Bücher in einem Lesetagebuch besprechen. Für jede Besprechung erhalten sie Punkte, die sie sammeln und in Preise umtauschen können.
  • die Lesewelten, ein Kooperationsprojekt mit der Kölner Freiwilligen Agentur zum offenen Vorlesen in den Bibliotheken .

    Um noch mehr Kinder zu erreichen - auch solche, die nicht durch das Elternhaus an die Bibliothek herangeführt werden - möchte die StadtBibliothek auf dem Gebiet der Leseförderung verstärkt mit Schulen zusammenarbeiten. Daher wurde ein neues Projekt konzipiert, das sich zum Ziel gesetzt hat,

  • die Kölner Grundschulen bei der Leseförderung zu unterstützen und gleichzeitig in die bestehenden Angebote der Stadtbibliothek zur Leseförderung mit einzubeziehen
  • Nachmittagsangebote für Offene Ganztagsgrundschulen in den Räumen der Stadtbibliothek zu schaffen.


Start des Projektes: Schuljahr 2008/09

Teilnehmende Partner: Jeweils eine Stadtteilbibliothek (oder die Zentralbibliothek) mit einer Offenen Ganztagsgrundschule und einem Vorleser aus der Initiative Lesewelten.

Dauer der Zusammenarbeit: ein Schulhalbjahr oder ein ganzes Schuljahr (nach Absprache)

Personal von Seiten der Schule: eine Lehrkraft zur Projektbetreuung innerhalb der Schule; Begleitpersonen für die Bibliotheksbesuche einmal monatlich

Kosten für die Schulen und die Schüler: keine


Projektbeschreibung:

Eine feste Gruppe von Schülern besucht einmal monatlich (zu einem festen Nachmittagstermin) mit Begleitpersonen aus der Schule die Bibliothek. Dort werden durch den Vorleser drei verschiedene Bücher vorgestellt, von denen jedes Kind mindestens eines ausleihen soll. Nach der Bücherpräsentation haben die Schüler noch die Möglichkeit, sich kurz eigenständig in der Bibliothek umzusehen und weitere Medien eigener Wahl mitzunehmen. Ein Bibliotheksbesuch soll dabei nicht länger als eine Stunde dauern.
In der Zeit bis zum nächsten Treffen sollen die Schüler ihr Buch lesen und eine Buchbesprechung in ihr Lesetagebuch schreiben. Beim Lesen und Besprechen des Buches sollten die Schüler durch den projektbegleitenden Lehrer unterstützt werden. Beim nächsten Treffen werden die Bücher zurückgegeben und neue vorgestellt und mitgenommen.
Durch die Einträge ins Lesetagebuch können die Kinder - wie alle Leseclubmitglieder - Punkte sammeln. Die dabei zu gewinnenden Preise dienen als zusätzlicher Anreiz für die Projektteilnahme.


Anforderungen:

  • Die Gruppe sollte aus 10 bis 12 Schülern bestehen. Die Schüler sollten zwei aufeinanderfolgenden Schuljahrgängen angehören (vorzugsweise 3. und 4. Schuljahr). Alle Schüler müssen einen Mitgliedsausweis sowie einen Leseclubausweis erwerben, um eigenständig Bücher auszuleihen sowie ein eigenes Lesetagebuch führen zu können. Die Schüler sind somit selbst für die ausgeliehenen Bücher verantwortlich.
  • Die Schule stellt die Gruppe zusammen. Sie kümmert sich um das Einverständnis der Eltern für die Teilnahme am Projekt. Sie stellt Personen ab, die die Schüler in die Bibliothek begleiten und während des Bibliotheksbesuches beaufsichtigen. Eine Lehrkraft betreut und unterstützt die Schüler beim Lesen und Besprechen der Bücher.
  • Die Stadtbibliothek koordiniert die Termine für die Vorlesungen und stellt geeignete Räumlichkeiten in den Stadtteilbibliotheken und der Zentralbibliothek zur Verfügung. Sie wählt geeignete Bücher aus und stellt sie in ausreichender Stückzahl in Bücherkisten zusammen. Sie stellt den Vorlesern die Bücher im Vorfeld der Veranstaltung zur Verfügung und gibt ihnen Hilfestellung bei der Vorbereitung der Buchpräsentationen.
  • Der Vorleser macht sich im Vorfeld mit den Büchern, die er vorstellen will, vertraut und sucht geeignete Stellen zum Vorlesen. Das Vorstellen und Anlesen eines Buches sollte nicht mehr als 10 bis 15 Minuten dauern.


Projektablauf:

1. Vor Beginn der Kooperation treffen sich Vertreter der Schule, der Bibliothek sowie der Vorleser, um Richtlinien für die Zusammenarbeit festzulegen. Hierbei soll z.B. festgelegt werden:

  • voraussichtliche Gruppenstärke und Altersstruktur
  • die Projektdauer
  • die Form der pädagogischen und didaktischen Begleitung der Schüler im Projekt von Seiten der Schule
  • Termine für die Bibliotheksbesuche der Gruppe
  • Namen und Erreichbarkeit von Ansprechpartnern aller teilnehmenden Parteien
  • Vereinbarung eines regelmäßigen Austauschs über den Projektverlauf zwischen betreuender Lehrkraft, Vorleser und Bibliothek.

2. Beim ersten Bibliotheksbesuch erhalten die Schüler eine Bibliotheksführung und haben danach Gelegenheit, Bücher und Medien auszuleihen, wenn sie schon einen Ausweis besitzen. Den Schülern, die noch keinen eigenen Bibliotheksausweis haben, werden Anmeldeformulare mitgegeben. Die Betreuungsperson aus der Schule muss den Rücklauf dieser Einverständniserklärungen kontrollieren, da Kinder ohne Bibliotheksausweis nicht an dem Projekt teilnehmen können.

3. Ab dem zweiten Besuchstermin verlaufen die Bibliotheksbesuche wie in der Projektbeschreibung erläutert.

4. Beim letzten Besuch der Bibliothek werden die Lesetagebücher ausgewertet, und jeder Schüler darf sich einen Preis aussuchen, der dem Wert seiner gesammelten Punkte entspricht.

5. Zum Abschluss des Projektes besuchen die Schüler die Zentralbibliothek und machen dort eine Bibliotheksrallye. Hierbei können sie üben, was sie im Umgang mit der Bibliothek gelernt haben und erhalten gleichzeitig einen Einblick in die Größe und Funktion eines großstädtischen Bibliothekssystems.



 
 
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© StadtBibliothek Köln, letzte Änderung am 28.10.2009